2. Der Hardware Standard
MIDI-Verbindungen

Bild 1: Die grundsätzlichen MIDI-Anschlüsse heißen MIDI-In und MIDI-Out. Die Figur zeigt eine typische MIDI-Verbindung zweier elektronischer Musikinstrumente.
Das Keyboard dient hierbei als MIDI-Datenerzeuger. Es sendet seine Daten in Echtzeit über seine MIDI-Out-Buchse an den Tongenerator, der die Daten, über seine MIDI-In-Buchse empfängt, woraufin sie im Tongenerator weiterverarbeitet werden. Diese Art von Verbindung hat den Nachteil, daß hierbei ein Keyboard, besitzt es nur eine MIDI-Out-Buchse, nur einen Tongenerator ansteuern kann. Die Lösung wäre folglich, daß der MIDI-Datenerzeuger mehrere MIDI-Out-Buchsen aufweist. Das aber limitiert die Anzahl der ansteuerbaren Geräte auf die Anzahl der Buchsen. Daher hat man in den MIDI-Standard eine MIDI-Thru-Buchse implementiert, die die über die MIDI-In-Buchse des MIDI-Datenempfängers ankommenden Daten direkt wieder ausgibt. Jetzt können mehrere Geräte über einen MIDI-Datenerzeuger angesteuert werden.

Umgänglich wird ein solches Interface mit den drei üblichen Anschlüssen als "MIDI-Trio" bezeichnet. Manchen Geräten fehlt ein MIDI-Thru-Anschluß. Diese können aber meistens alle empfangenen Daten mit ihren eigenen erzeugten Daten mischen und an ihrem MIDI-Out-Anschluß wieder abgeben. Nur wenn sowohl ein MIDI-Thru als auch ein MIDI-Out-Anschluß fehlt, muß das Gerät an das Ende einer Kette geschlossen werden.